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Bericht Picknick am Stauwehr Märkt 05.10.2019

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Ablauf

Dank speditiver Helfer klappten Transport und Aufbau schneller als geplant, sodass der Apéro um 13:30 starten konnte. Bei bester Laune war die Plauderei so intensiv, dass der Vortrag zur Technik und Geschichte des Stauwehrs mit Hinweis auf die bereitstehende Dokumentation zur Freude der Zuhörer abgekürzt wurde und nur ein kurzes Intermezzo darstellte. So ging der lustige Smalltalk auch beim Essen munter weiter. Die Gemeinschaft aus ursprünglich 5 Ländern hatte offensichtlich ihren Spass… Getränke und Essen fanden guten Zuspruch. Die Zeit verging wie im Flug. 18:00 Uhr erschien allen für Aufbruch viel zu früh.  Katharina holte die Schnapsbecher hervor und die Flasche Altes Pflümli  aus dem Schwarzwald wurde leergemacht. Mit letztem „Absacker“ im Stehen war der Platz 18:50 vor Sonnenuntergang geräumt und das Material 19:20 rechtzeitig vor Einbruch der Nacht wieder in der Rheinländerstrasse verstaut.

Die verbliebenen 7 Teilnehmer + Hund wollten danach noch keinen Schlussstrich ziehen.  So gab’s als  Supplement zum Picknick noch einen Spontaneinkauf für improvisiertes gemeinsames Abendessen: Spaghetti arrabiata mit viel Knoblauch und Würste. 22:15 brachte Nikola die Crew mit dem Minibus nach Hause.

Wir danken allen Teilnehmern für die Stimmung, die sie erzeugten und schlagen der GV 2020 vor, das Picknick am Stauwehr Märkt ins Programm zu nehmen.

Wetter

14-Tage Wetterprognose 22°C, sonnig änderte zu tatsächlich 13-14°C,  13:00 – 15:00 böig, 15:00 – 18:00 windstill, bedeckt mit kleinem Regenschauer.

Mitwirkende

Vorbereitung:  Katharina, Joachim
Transport
: Christoph stellte für Transport von Zelt, Tischgarnituren, Gas-Kochern und Verpflegung einen Minibus mit Fahrer Nikola bereit.  Katharina.  Helfer: Catherin, Katharina, Göran, Christoph, Nikola. Teilnehmer: 11 Personen + 1 Hund; 7 Mitglieder, 4 Gäste, darunter 2 von Table Ronde – einer Institution der Städtepartnerschaft Weil-Huningue.

Ort

Der von der Gemeinde Weil gepflegte parkähnlichen Picknickplatz am Stauwehr Märkt, Rhein km 173.9 RU ist mit rustikalen Holztischen, Bänken und Feuerstellen ausgestattet. Für die Sauberkeit stehen  Müllbehälter bereit. Das Schmuckstück im Regiogrüngürtel am Südrand des 904ha Naturschutzgebietes Petite Camarque Alsacienne wird gern und viel genutzt. Anfahrt auf der Alten Strasse. Anlegemöglichkeit mit Boot beim Weiler Yachtclub 800m rheinaufwärts, Rhein km 173.1 RU.

Umfeld

Seit 1995 führt ein öffentlicher Fuss- und Velo Weg über das Wehr zur Île de Rhin und entlang dem Grand Canal d’Alsace zur usine hydroélectrique de Kembs. Auf der Insel ist seit 2016 das 8,4 MW Dotierkraftwerk Centrale K mit Fischtreppe in Betrieb. 2013 wurde auf Höhe des WWII Bunkers Märkt ein Biberpass erstellt, damit vom Hochrhein Biber die Oberrhein Auen unterhalb des Wehres nach 100 Jahren Ausrottung wieder besiedeln können.  Das 1928-1932 erbaute Wehr wurde am 07.10.1944 von der RAF bombardiert und mit CH Hilfe 1946 schnellstmöglich wieder aufgebaut. Die zum 75. Jahrestag des Luftangriffs am Bunker montierte neue Gedenktafel erinnert an das Kriegsverbrechen der Ermordung vier gefangengenommener Flieger.

 

Einladung Grill am Stauwehr Märkt Sa. 5. Okt. 2019 14-18Uhr

Einladung zum Grill Stauwehr Märkt 05.10.2019
zum Download Flyer anklicken

Mitglieder & Gäste sind herzlich willkommen!
Vortrag Technik & Geschichte Stauwehr Märkt.

Cava-Apéro & Snacks, Kürbissuppe, Schweinefilet, Pouletbrust, Bratwurst, Special Nudelsalat, Reis, Nero d’Avola Merlot Sicilia, Bier, Orangensaft, Mineral, Kaffee & Kuchen.
Unkostenbeitrag Fr. 15/Person. Wir disponieren Einkäufe und Vorbereitung nach Anmeldung. Der Unkostenbeitrag nimmt Bezug auf Anmeldung und nicht auf Teilnahme.

Der Picknickplatz Rkm 173.9 RU hat rustikale Holztische & Bänke. Ein Schmuckstück im Regiogrüngürtel.

Anmeldung bitte bis 1.Oktober 21 Uhr auf Mobil / WhatsApp +41 79 842 93 22 oder info@regioboot.ch

Blinde Passagiere in meinem Boot? Ein Mitmach-Projekt der Uni Basel

Das Institut mgu der Universität Basel erforscht in den Sommermonaten 2019 die Ausbreitungsmöglichkeit invasiver Grundeln als „blinde Passagiere“ im Kühlwasser von Bootsmotoren.
Für eine aussagekräftige Felduntersuchung  ist die Mitwirkung möglichst vieler Kleinschiffskipper erwünscht.  Anleitung zur Probenentnahme  und Hilfsmittel stehen zur Verfügung. Schaffen wir es, bis September 150 Proben zu sammeln?

Hintergrund:

Im  Rhein und anderen Flüssen treiben seit einigen Jahren Fische ihr Unwesen, die dort nicht heimisch sind. Die Schwarzmundgrundel ist die häufigste Art dieser neuen Ankömmlinge. Sie stammt aus dem Schwarzen Meer und wurde mit Hilfe von Frachtschiffen hierher
gebracht. Die Grundel vermehrt sich stark wo immer sie auftaucht und verursacht damit als Konkurrent und Räuber einheimischer Fische Probleme im Ökosystem.

Frisch geschlüpfte Grundeln lassen sich an der Wasseroberfläche treiben. Werden die winzigen Fische dort in das Kühlwassersystem von Bootsmotoren eingesaugt und reisen so als blinde Passagiere in neue Gewässer?

Mit Ihrer Hilfe können wir herausfinden, ob die  Grundeln sich wirklich in Bootsmotoren aufhalten können. Mit einfachen Maßnahmen können wir  dann zusammen verhindern, dass die Grundeln so auch in bisher unbesiedelte Gewässer gelangen. Die heimischen Arten werden es Ihnen danken!

Teilnahmekontakt: karen.bussmann@unibas.ch, +41 61 207 04 21
mehr Information:  https://mgu.unibas.ch

Infoflyer Grundellarven in Motoren

Anleitung für Teilnehmer-Aussenbord

Anleitung für Teilnehmer_Z mit Filter

Teilnehmerdatenbogen

Bericht Uni Basel mgu Grundelteam Wissenschafts apéro 28.11.2018

Am 28.11.2018 berichte das mgu Grundelteam der Uni Basel unter Leitung von Prof. Patricia Holm über den Forschungsstand bei invasiven Schwarzmeergrundeln, deren Ausbreitung durch die Vernetzung der Grossschifffahrtswege begünstigt wurde und nun rheinaufwärts in die Innerschweizer Gewässer verhindert werden soll.

Programm

Die explosionsartige Vermehrung der gefrässigen Grundeln hatte im Berichtszeitraum 2012-2018 im Jahr 2016 im Rheinhafen Basel Kleinhünigen ihren Peak. 2017 war der Grundelfang etwas und 2018 deutlich rückläufig. Die Zählstatistik über wenige Jahre ist für einen verlässlichen Trend zu kurz.

Grundelfang

Bei einigen Tieren wurden Hautläsionen festgestellt. Unklar ist ob dies Symptom einer populationsdezimierenden Krankheit ist.

Karen Bussman: Überleben Grundeleier

Grundeleier können 48h im Trockenen überleben. Boote müssen deshalb gereinigt und ausreichend lange vor Einwässerung in Fremdgewässer getrocknet werden. 9 Sportboote – darunter die „Syra“ – wurden in 2018 auf Grundeleier  untersucht. An keinem Boot wurde Eibesatz festgestellt, stattdessen andere Neozoen wie Flohkrebs und Zebramuschel. 2019 sollen weitere Boote untersucht werden. Die Erkenntnisse sind in einem überarbeiteten Merkblatt für Bootsbesitzer eingeflossen.

Im Strömungskanal wurde festgestellt, dass Grundeln, die keine Fischblase haben, schlechte bodennahe Schwimmer sind. Fliessgeschwindigkeit und spezifische mechanische Barrieren könnten eine selektive Hürde bilden. Die Anpassungsfähigkeit an schwierige Bedingungen darf nicht unterschätzt werden. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG) des Karlsruhe Institut of Technology (KIT) werden im Labor in einer nachgebauten Fischtreppe grundelspezifische Sperren erprobt. 2019 soll die Sperre in einem Feldversuch in bereits grundelbesiedelten Gewässerabschnitten getestet werden.

Philipp Hirsch: Grundelsperre

Die nötige Durchgängigkeit für diadrome Fische wie Aal und Lachs auf ihrer Wanderung zur Vollendung ihres Lebenszyklus ist ein noch ungelöster Zielkonflikt. Die im Gewässerschutzgesetz verankerte Fischgängigkeit hat höheren Stellenwert.

Einerseits wurde mit DNA-basierten Tests der Mageninhalte nachgewiesen, dass Grundeln Laich und Larven einheimischer Fische wie Nasen und Barben fressen, andererseits ist bekannt, dass die weitgehend parasitenfreien Grundeln für Kormorane, Zander und Hecht leichte Beute sind und deren Population je nach Beuteangebot ebenfalls stark zunehmen kann.

Institutionen, Verbände und Behörden haben eine Grundelstrategie und operative Massnahmen mit dem Ziel eines Ausbreitungsstops entwickelt.

Die 64 Teilnehmer – darunter 5 Regioböötler – konnten ihre persönliche Lageeinschätzung zum Schluss der Vorträge dem Forschungsteam auf einem anonymen Feedback-Kärtchen mitteilen und beim Apéro weiterdiskutieren.

Bericht Besichtigung EDF Centrale K 22.08.2018

Die Veranstaltung ist eine Ergänzung der Besichtigungen des Kraftwerks Kembs & Schleusen 20.06.2017 und der renaturierten Rheininsel 10.09.2017. Die organisatorische Vorbereitung begann 13.03.2018 mit Kontaktaufnahme zu dpih-upest-visites-hydro@edf.fr, Terminabstimmung sowie Ankündigung 29.05.2018.

21 Personen aus A, CH, D und F meldeten sich zur Besichtigung an, 13 nahmen an der Führung und 16 an Apéro & Barbecue auf dem von der Stadt Weil sehr gepflegten Picknickplatz am Stauwehr teil.

12:30h-14:00h: Anfahrt mit 2 Autos, Zeltaufbau mit 3 Personen

14:00h-16:00h: Mme Marie Petit, EDF, bietet 13 Personen Einblick in Geschichte, Technik, Organisation, Ökologie und ökonomische Bedeutung der Anlagen.

Die Führung im Aussenraum bei > 40°C (Meteo Basel 34°C) auf dem schattenlosen Betriebsgelände und in Nähe der Wärme abstrahlenden Betonkonstruktion wird in vorgeschriebener Kleiderordnung mit obligatorischer Sicherheitsausstattung zur körperlichen Herausforderung. Bei sengender Hitze denkt mancher beim Blick auf die sprudelnde Fischtreppe an ein erfrischendes Bad im kühlen Wasser. Die von Mme Marie Petit mitgebrachten 2 Mineralwasserflaschen und Becher finden dankbare Abnehmer.

Das nahezu wartungsfreie Laufwasserkraftwerk Centrale K wird zusammen mit allen Wasserkraftwerken am Oberrhein durch 46 Mitarbeiter, davon 6 in Kembs für den 24h Schleusenbetrieb, ferngesteuert.

Erklärt wird der Verlauf der 7m3/s Wasserspeisung für „le petit-Rhin“ auf der Rheininsel, die 2 Fischpässe mit Lockstrom für den Fischaufstieg vom le petit-Rhin sowie vom Restrhein, den Fischabstieg, die Einlaufrechen mit 20mm Abstand zum Schutz der Fische und Turbinen, die automatische Rechenreinigungsmaschine mit Greifer für Treibholz und Harke für kleineres Treibgut.

K steht als multiple Initiale für Rene Köchlin, Initiator und Projektverfasser des Canal d‘Alsace, das deutsche Wort Kraft sowie Kembs; für die Abzweigung zum Restrhein und dem 05.06.2015 eingeweihten renaturierten Fluss auf der Rheininsel.

Der helle Innenraum des Gebäudes ist kühl und wirkt nahezu leer. Auf Eingangsniveau kann man wie auf einer Brücke den Raum durchqueren. Ca. 5m tiefer sind mit Platten die 2 horizontalliegenden Kaplan S-Turbinen abgedeckt. Unter der Decke ist auf Wandkonsolen und Schienen eine Kranbrücke mit 30t Tragkraft installiert. Zwischen den Turbinenschächten liegt ein Treppenhaus. Die Turbinen- und Generatorentechnik erschliesst sich dem Besucher nur durch Studium der aufgehängten Schnitte und Grundrisse in einem Nebenraum.

16:00h-17:00h: Apéro, alle sind nach der Führung durstig.

17:00h-20:00h: Barbecue mit Schweinefilet & Hähnchenbrust, Kartoffel- & Nudelsalat.

20:05h-20:08h: plötzlich starke Windböen. Das Zelt muss zur Rettung an allen 6 Stützen gehalten und gemeinsam zusammengefaltet werden. Das Picknick findet für alle eindrücklich in 3 Minuten ein abruptes Ende.

20:15h-21:30h Ausklang mit 7 Personen im Gasthaus zum Stauwehr.

Der Regioboot Verein dankt der EDF, Justine Peduzzi für die Organisation, Madame Marie Petit für die professionelle Führung, allen Teilnehmern für die gute Stimmung, die sie erzeugten sowie Thérèse und Hans-Jürgen für die im Gasthaus zum Stauwehr gespendeten Getränke ganz herzlich.

EDF Führung Centrale K 22.08.2018

Einladung zur EDF Führung Centrale K 22.08.2018, Rkm 174.1, © Luftbild EDF

Im Juni 2017 hatten wir Gelegenheit teilzunehmen an einer Führung durch das 160 MW Wasserkraftwerk Kembs.
Mittwoch 22. August 2018, 14:00h – 16:00h bietet uns die EDF eine kostenlose Führung  in deutscher Sprache durch das 2016 in Betrieb genommene 8.4 MW Dotierkraftwerk Centrale K beim Stauwehr Märkt.

Das kleine Kraftwerk und die weiträumigen Renaturierungsmassnahmen auf der Rheininsel sind in Folge erneuerter F und CH Konzessionen für das grosse Kembser Wasserkraftwerk entstanden, die eine Aufwertung des gesamten Ökosystems Restrhein bewirken sollen.

Die Teilnehmeranzahl ist auf 30 Personen begrenzt.
Treffpunkt Stauwehr Märkt (französische Seite).
Am Stauwehr ist auf deutscher Seite ein Parkplatz vorhanden.

Anmeldeformalitäten Kraftwerksbesuch EDF

Die EDF fordert von den Teilnehmern eine Anmeldung mit folgenden Daten: Nachname, Vorname, Beruf, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Wohnort. Deine Anmeldung bitte bis 2. August 2018 an info@regioboot.ch oder Mobil +41 79 842 93 22. Am Besichtigungstag 22. August werden die Ausweise geprüft. Ohne Ausweis ist die Teilnahme ausgeschlossen.
Kleiderordnung: Geschlossene flache Schuhe, Oberteile mit langen Ärmeln und Hosen. Die Mittnahme von Handys, Rucksäcke und Handtasche ist während der Besichtigung nicht gestattet.

Apéro & Barbecue

Der Verein bietet den Teilnehmern im Anschluss der Führung einen Apéro und Barbecue auf dem Märkter Picknickplatz am Stauwehr.
Für Mitglieder und EDF Führung gratis. Unkostenbeitrag für Nichtmitglieder: CHF 15. Für entsprechende Vorbereitung ist auch hierfür eine Anmeldung erforderlich.

Uni Basel MGU Pilotprojekt Bootsreinigung

Schwarzmeergrundeln sind im Rhein auf dem Vormarsch. Die invasiven Tiere bedrohen durch aggressives Fressverhalten und Vermehrung die heimische Gewässerfauna. Landesfremde Arten sollen sich nicht ausbreiten. Die Universität Basel erforscht Entwicklung und Lösungswege im Kontakt mit der Kleinschifffahrt.  mgu und Amt für Umwelt und Energie bieten die kostenlose Reinigung des Bootsrumpfes an.

 

Bericht 3. Dreiland Velotour 1. Mai 2018

Teilnehmer & Etappen

Am 1. Mai 2018 8:00h ist der Himmel in Basel bedeckt, 9°C. Dächer und Strassen sind feucht. Das sieht für die 3. Dreiland Velotour nicht einladend aus. Die Angemeldeten fragen nach: „Fahrt ihr?“ Die Prognose gibt Hoffnung auf einen sonnigen Nachmittagshimmel. 4 Teilnehmer treten mit ihren Tourenvelo zur 50km Tour an.

Basel – Bamlach

10:00h startet die 4er-Crew an der Buvette Dreirosen, Basel; 40min später geniest sie nach Passage des Fischlehrpfades RKm 174 – 175.3 unter Vogelgezwitscher ein Picknick an der idyllischen alten Kandermündung.

Die Strände an den Isteiner Schwellen Rkm 177.5 -178.1 haben bei Ankunft kaum Besucher. Eine Rauchfahne kündigt ein Lagerfeuer an. Passionierte Goldgräber sind nicht zu entdecken. Die Aussichtsplattform Rkm 177.95 mit Info-Tafeln ist leer.

Nördlich der Isteiner Schwellen befindet sich das badische Ufer des Restrheins in Transformation. Baden-Württemberg hat das Integrierte Rheinprojekt (IRP) 1982 mit 50% Hochwasserschutz und 50% ökologische Massnahmen konzipiert. 2008 erging der Planfeststellungsbeschluss. Zwischen Weil und Breisach wird auf 43km Länge 450ha Rheinvorland ca. 8m tiefer gelegt um Raum für 25 Mio m3 Hochwasserretention zu gewinnen.
Im 65ha grossen Abschnitt 1  zwischen Weil und Kleinkembs sind grosse Teile des bestehenden Rheinwaldes der Abtiefung zum Opfer gefallen. Die gewaltigen Erdbewegungen sind eindrücklich. Neuaufwuchs ist in Etappen in den transformierten Teilflächen zu beobachten. Der EuroVelo 15 Rheinradweg wurde hier teilweise vom ruhigen Leinpfad entlang des Restrheins auf den neuen Randweg entlang der lärmigen Autobahn verlagert.

Campingpark Lug ins Land liegt auf halber Strecke der Velotour. Bei Ankunft wird die geschaffte Etappe mit Sekt begossen. Die Sonne bricht durch. Es folgt ein 2. Brunch zur Mittagszeit. Die Crew im Liegestuhl hat keine Lust den überdeckten Swimmingpool mit 27°C Wassertemperatur zu erproben.

Bamlach – Blansingen

Aufbruch 14:30h. Auf der Römerstrasse sind 3km mit knapp 100 Höhenmeter nach Blansingen zu bewältigen. Der Gedanke kommt auf, den Drahtesel gegen ein Pferd einzutauschen. Die Etappe wird zum Motto:  Wer sein Velo liebt, der schiebt.

Ursula Bahlinger stellt der Crew in einer vorzüglichen Präsentation die mehrfach prämierte Hausbrennerei Bahlinger vor. Fragen zum Erstellungsprozess werden gern beantwortet.  Das gesamte Obst stammt aus eigenem Anbau. Nur saubere gesunde Früchte werden für die Maische verwendet. Der Schnaps wird 2-fach gebrannt. Die Crew besichtigt Gärfässer, die urige Kupferdestille und das Lager der edlen Obstbrände. Highlight ist die Verkostung. Erst nach Auswahl werden die Literflaschen aus den Glas-Ballonen abgefüllt, etikettiert, und versiegelt. Offenkundig keine Massenware!

Blansingen  – Weil

Auf dem Weg nach Huttingen liegen aufwendige Obstbaukulturen. Ab Sportgaststätte Rheinblick geht’s schnell bergab. Die 164 Höhenmeter durch Weinanbau nach Istein brauchen gute Bremsen.

Um 17:00h trifft die Velocrew die Autofahrer auf der Terrasse des Gasthauses zum Bootssteg zum gemeinsamen Abendessen.

Allen Teilnehmern ein herzliches Danke für die Stimmung, die sie erzeugten.

Bericht: Mittagsführung 1 „Rheinhafenareal Basel“ 16.10.2017

Ca. 80 Personen kamen um Prof. em. Ueli Mäder unter dem Motto „Die Stadt ändern, das Leben ändern “ in der Mittagsführung 1 „Rheinhafenareal Basel, aktuelle Zwischennutzung“  im Holzpark, Uferstrasse 40 zu hören.

10min Vorstellung und Einführung Architekturdialoge
20min Vortrag Prof. em. Ueli Mäder
15min Präsentation Zwischennutzung Katja Reichenstein
Perspektive Verein Shift Mode
15min Moderation Fragen und Kommentare Teilnehmer

Hinweis: Mittagsführung Rheinhafenareal Basel, Mo 16.10.17 12:30-13:30h

Prof. em. Dr. Ueli Mäder, emeritierter Professor für Soziologie, führt unter dem Motto «Die Stadt ändern, das Leben ändern» durch das Rheinhafenareal Basel.

Besichtigung: ausgehend vom Areal von Shift Mode.

Am konkreten Beispiel des Rheinhafenareals erläutert der Soziologe Ueli Mäder das Phänomen urbane Widerständigkeit.

«Wir gehen von theoretischen Bezügen aus und vergegenwärtigen uns zuerst kurz die Geschichte des Hafens und des Klybeckquartiers (vom industriellen zum urbanen Stadtteil) sowie unterschiedliche Konzepte für das Areal. Dann konzentrieren wir uns auf aktuelle Zwischennutzungen. Dabei interessieren die Fragen: Wer plant und belebt die Stadt? Und wie lassen sich visionäre Ideen in unseren Alltag integrieren?»

Eine Veranstaltung im Rahmen der Architekturtage:
http://europa-archi.eu/

Treffpunkt:  Uferstrasse 40, Basel,
Öffentlich,  Freier Eintritt
Gastgeber: Architektur Dialoge