Bericht 3. Dreiland Velotour 1. Mai 2018

Teilnehmer & Etappen

Am 1. Mai 2018 8:00h ist der Himmel in Basel bedeckt, 9°C. Dächer und Strassen sind feucht. Das sieht für die 3. Dreiland Velotour nicht einladend aus. Die Angemeldeten fragen nach: „Fahrt ihr?“ Die Prognose gibt Hoffnung auf einen sonnigen Nachmittagshimmel. 4 Teilnehmer treten mit ihren Tourenvelo zur 50km Tour an.

Basel – Bamlach

10:00h startet die 4er-Crew an der Buvette Dreirosen, Basel; 40min später geniest sie nach Passage des Fischlehrpfades RKm 174 – 175.3 unter Vogelgezwitscher ein Picknick an der idyllischen alten Kandermündung.

Die Strände an den Isteiner Schwellen Rkm 177.5 -178.1 haben bei Ankunft kaum Besucher. Eine Rauchfahne kündigt ein Lagerfeuer an. Passionierte Goldgräber sind nicht zu entdecken. Die Aussichtsplattform Rkm 177.95 mit Info-Tafeln ist leer.

Nördlich der Isteiner Schwellen befindet sich das badische Ufer des Restrheins in Transformation. Baden-Württemberg hat das Integrierte Rheinprojekt (IRP) 1982 mit 50% Hochwasserschutz und 50% ökologische Massnahmen konzipiert. 2008 erging der Planfeststellungsbeschluss. Zwischen Weil und Breisach wird auf 43km Länge 450ha Rheinvorland ca. 8m tiefer gelegt um Raum für 25 Mio m3 Hochwasserretention zu gewinnen.
Im 65ha grossen Abschnitt 1  zwischen Weil und Kleinkembs sind grosse Teile des bestehenden Rheinwaldes der Abtiefung zum Opfer gefallen. Die gewaltigen Erdbewegungen sind eindrücklich. Neuaufwuchs ist in Etappen in den transformierten Teilflächen zu beobachten. Der EuroVelo 15 Rheinradweg wurde hier teilweise vom ruhigen Leinpfad entlang des Restrheins auf den neuen Randweg entlang der lärmigen Autobahn verlagert.

Campingpark Lug ins Land liegt auf halber Strecke der Velotour. Bei Ankunft wird die geschaffte Etappe mit Sekt begossen. Die Sonne bricht durch. Es folgt ein 2. Brunch zur Mittagszeit. Die Crew im Liegestuhl hat keine Lust den überdeckten Swimmingpool mit 27°C Wassertemperatur zu erproben.

Bamlach – Blansingen

Aufbruch 14:30h. Auf der Römerstrasse sind 3km mit knapp 100 Höhenmeter nach Blansingen zu bewältigen. Der Gedanke kommt auf, den Drahtesel gegen ein Pferd einzutauschen. Die Etappe wird zum Motto:  Wer sein Velo liebt, der schiebt.

Ursula Bahlinger stellt der Crew in einer vorzüglichen Präsentation die mehrfach prämierte Hausbrennerei Bahlinger vor. Fragen zum Erstellungsprozess werden gern beantwortet.  Das gesamte Obst stammt aus eigenem Anbau. Nur saubere gesunde Früchte werden für die Maische verwendet. Der Schnaps wird 2-fach gebrannt. Die Crew besichtigt Gärfässer, die urige Kupferdestille und das Lager der edlen Obstbrände. Highlight ist die Verkostung. Erst nach Auswahl werden die Literflaschen aus den Glas-Ballonen abgefüllt, etikettiert, und versiegelt. Offenkundig keine Massenware!

Blansingen  – Weil

Auf dem Weg nach Huttingen liegen aufwendige Obstbaukulturen. Ab Sportgaststätte Rheinblick geht’s schnell bergab. Die 164 Höhenmeter durch Weinanbau nach Istein brauchen gute Bremsen.

Um 17:00h trifft die Velocrew die Autofahrer auf der Terrasse des Gasthauses zum Bootssteg zum gemeinsamen Abendessen.

Allen Teilnehmern ein herzliches Danke für die Stimmung, die sie erzeugten.

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