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Bericht 4. Dreiland Velotour 1. Mai 2019

Teilnehmer & Etappen

An der 4. Dreiland Velotour nahmen 7 Personen mit 5 Tourenvelo und 1 Tandem teil. 09:30h startete die Crew bei ca. 16°C und blauem Himmel. Wir hatten auf der Tour weder Ausfälle noch Pannen. Stresslos wurde die geplante Fahrdauer zu Gunsten längerer genussreicher Pausen verkürzt.  Die Fahrzeit betrug bei der Rekognoszierung zur Einladung 6h.  Das Team brauchte für die 73km nur 4:24h. Statt 12km/h fuhr die Crew in allen Etappen knapp 17km/h.

Daten aus Marc’s Fahrtenschreiber
Basel – Kembs

Auf der 1. Etappe waren am Morgen noch warme Jacken nötig. Wir fuhren via Rheinuferweg Basel – Huningue (Elsässerrheinweg), Planetenweg Huningue – Rosenau entlang dem Canal de Huningue bis Bootshafen Kembs. Auf dem benachbarten Picknickplatz am ehemaligen Kanalhafen ca. 50m südlich der Zugbrücke stand ein weisses Partyzelt. 2 charmante junge Damen luden die Crew herzlich zu Bratwurst und Bier ein. Leider konnten wir mit unserem Fahrplan nicht teilnehmen. Die Vesperpause reichte für ein paar Worte zur Historie des Canal de Hunigue sowie zur Beobachtung und Fütterung einer Schwanenfamilie, hungriger Enten und eines putzigen Bisamratten Pärchens, das unter Schwan Attacken seinen Anteil Brot in Ufernähe mutig ergatterte.

Kembs – Ottmarsheim

Auf der 2. Etappe machten wir nördlich von Petit-Landau einen Abstecher zu den Ruines de Chateau Butenheim. Die überwaldete Burgmotte (künstlich aufgeschütteter Burghügel) ist noch erkennbar. Eine F/D/E Informationstafel erläutert den denkmalgeschützten Ort.

Kulturelles Highlight der 4. Dreiland Velotour war die Abteikirche Ottmarsheim. Das fast 1000-jährige sakrale Bauwerk ist ein Kleinod der Romanik. Der Besuch ist für jeden Architekten ein Leckerbisssen. Die katholische Kirche erscheint von Aussen klein. Im Innenraum wird die starke Wirkung des Oktogons wie im 200 Jahre älteren Dom zu Aachen deutlich. Der herrliche Abteigarten mit zahlreichen Bänken und blitzsauberem öffentlichen WC lud bei warmer Mittagssonne zur Rast ein.  Die Crew entschied sich einstimmig für Entspannung im Abtei-Park auf gepflegtem Rasen, Cava aus der Kühltasche und ein zweites Picknick bei 24°C.

Ottmarsheim – Bad Bellingen

Auf der 3. Etappe trafen wir am Rheinufer von Neuenburg auf ein Volksfest mit Speis und Trank. Zahlreiche Festgarnituren waren voll besetzt. Der Rheinweg Richtung Bad Bellingen war mit Spaziergängern und Velofahrern gut besucht. Gruppen mit Bollerwagen und 1. Mai Ladung waren auf der Tour eine lustige Begegnung. Im gedeckten Biergarten der Trotteria, Pizzeria Lucano beim Sportplatz Bad Bellingen verbrachten wir eine gute Stunde.

Bad Bellingen – Weil

Auf der 4. Etappe wurde an den Isteiner Schwellen 10min Rast eingelegt. Das Gasthaus am Bootssteg erreichte die Crew in guter Verfassung um 16:45h früher als geplant. Gegen 17:40h trafen dort 5 weitere Regioböötler ein, welche die Tour nicht mitmachen konnten. So waren wir 12 Personen, die gemeinsam den Abend geniessen konnten. Das Dutzend verabschiedete sich in Etappen. Die letzten 7 Mitglieder verliessen das Gasthaus  20:05h.

Wir danken Petrus für das formidable Wetter. Zum Besuch der Abteikirche mit seinem Patrozinium war es ideal. Marc danken wir für die Daten des Fahrtenschreibers zur 4. Dreiland Velotour. Den Gaststätten danken wir für den guten freundlichen Service. Allen Teilnehmern herzlichen Dank für ihre Teilnahme und die Stimmung die sie erzeugten.

Einladung 4. Dreiland Velotour 1. Mai 2019

Link

https://goo.gl/maps/tUKXbYPK8qXVog5Q9

Einladung

Mitglieder und Gäste sind zur traditionellen Dreiland Velotour am 1. Mai herzlich willkommen.  Teilabschnitt EuroVelo 15 Rheinweg bis Rkm199. 70km überwiegend an Gewässern entlang. Höhendifferenz: 2x 122m. Belag: befestigte Wege + Asphalt. E-Velos auf dieser Tour aus sportlicher Fairness nicht erwünscht. Kondition nötig. Muskelkater nicht ausgeschlossen. 16-Tage Wetterprognose vom 23. April: 16°C, kein Regen. Bei Schlechtwetter wird kurzfristig Termin verschoben.

Rekognoszierung

Die Strecke der 4. Dreiland Velotour wurde am 17. April mit 21-Gang 28“ Tourenvelo abgefahren; die Öffnungszeiten sind geprüft. Die Zeitangabe in Google Maps ist zu ambitioniert. Die reale Route entspricht nicht zu 100% der Plandarstellung. Google kennt z.B nicht den Rheinuferweg Basel-Huningue, der voraussichtlich an Werktagen noch bis 2021 gesperrt bleiben wird.

Vorbereitung

Geplant sind 6h geruhsame Fahrt mit Tourenvelo. 4h sind reserviert für Kulturstopps, Picknick + Einkehr. Abendessen Gasthaus zum Bootssteg beim Yachthafen Weil 17:30h. Wer nicht mitfährt kann das Radlerteam dort treffen. Wir wollen 20:00h wieder daheim sein. Teilnahme in eigener Verantwortung. Pannen- und Abholdienst ist vereinsseitig nicht vorhanden. Bitte Velos checken: Reifen, Bremse, Klingel, Flickzeug, Luftdruck, Pumpe. Pflicht: bequeme Bekleidung, Wetterschutz, Smartphone, 3 Liter Getränk + Verpflegung/Person, ID-Karte, €uro.

Anmeldung + Fragen

bis 28. April an info@regioboot.ch oder 079 842 93 22. Mittwoch 1. Mai 2019, Start 9:30h St. Johanns Park p

Bericht 10. GV 14. April 2019

Zur 10. Vereinsversammlung kamen bei kühlem feuchten Frühlingswetter 9 Mitglieder, davon 2 Neumitglieder. Thérèse brachte einen den Tisch schmückenden Blumenstrauss. Die Versammlung startete 16:30h und endete mit einer zwischenzeitlichen Servierpause von 15min um 18:21h. 
Protokoll 10. GV per 16.04.2019 im Mitgliederbereich.

Alle Teilnehmer blieben zum Abendessen; die letzten gingen um 20:30h. Das China Restaurant Rheinpark Weil am Dreiländereck mit bemerkenswerter Sicht auf unser Revier und leckerem Buffet war für uns seit 2015 zum 5. Mal Ort unserer Vereinsversammlung und erneut der freundliche aufmerksame Gastgeber.

谢 谢

Einladung 10. GV 14. April 2019

Einladung zur 10. Vereinsversammlung
Einladung zur 10. Vereinsversammlung, China Restaurant Rheinpark Weil

Neben dieser Ankündigung erhalten die Mitglieder die Einladung zur 10. Vereinsversammlung mit E-Mail. In der Versandbeilage sind enthalten:

  • persönliches Begleitschreiben zur 10. GV,  13.03.2019
  • Einladungsflyer
  • Erfolgrechnung 2018 – 2019
  • Protokoll 9. GV 2018
  • Beitragsrechnung 2019
  • Flyer Jahresprogramm 2019 (Entwurf)
  • Budget 2019 (Entwurf)
  • Mitgliederliste
Die Vereinsversammlung findet am Sonntag 14. April 2019 ab 16:00h im China Restaurant Rheinpark Weil statt.
Das Restaurant bietet Gästeparkplätze im UG. Allfällige Abmeldung bitte bis Sonntag 07. April 2019 bei Katharina Mobil/SMS 079 215 78 71 oder info@regioboot.ch.

Der Verein offeriert den Teilnehmern einen Apéro.
Im Anschluss zur Vereinsversammlung gemeinsames Abendessen fakultativ. 

Bericht Neujahrsapéro 06.01.2019

Mit dem Neujahrsapéro 2019 dankte der Verein den Mitgliedern traditionell für ihr Engagement und Freunden des Vereins für ihre Verbundenheit.
Katharina bewies Organisationstalent. Sie kreierte mit kleinem Budget einen Augen- und Gaumenschmaus. 
12:00h – 14:45h Anrichten der Köstlichkeiten.
15:00h – 01:20h Apéro riche mit Plauderei über eine Vielzahl Themen.

Es wurde der Wunsch geäussert sich erneut für Aufbau eines Unterstandes sowie Anschaffung/Unterhalt eines Vereinsbootes zu engagieren. Der Verein hat aktuell dafür keine Ressourcen. Der Vorstand kann aus Erfahrung beraten; er plädiert seit 2017 für Kleinbootinfrastrukturen auf Allmend mit public value.

Herzlicher Dank den 8 Teilnehmern am Neujahrsapéro 2019 für die Stimmung, die sie erzeugten. Wetter nasskalt, 4°C.

SRH fordern höhere Miete vom Regioport – Wie gehen die Regioböötler damit um?

In Beantwortung zu Anfragen zur Betroffenheit und Reaktion anlässlich nachfolgender Presseartikel:

Wir wünschen den sachlich Beteiligten zum Neujahr 2019 Weitsicht und Augenmass und allen Betroffenen genügend Zeit für eigene Dispositionen. Liegeplätze sind nicht nur im Raum Basel rar. Massenexodus und alternative Geschäftsstandorte sind keine realistischen Optionen. Kleinschifffahrt in Basel Stadt (BS) orientiert sich an den Verhältnissen im Einzugsbereich des Rheines und nicht an Innerschweizer Konditionen.

Die Kleinschiffhäfen in BS bestehen seit ca. 25 Jahren als private Infrastrukturen auf Allmend im Hafengebiet. Wesentliche Teile ihrer Konstruktionen sind im Rheinbett fest eingerammt und daher keine Fahrnis. Der Bau und Betrieb hätte nach Allmendgesetz (1927) §15 ff jeweils einen Verleihungsbeschluss erfordert; den gibt es aber nicht. Ein eingetragenes Baurecht auf Allmend ist für die erheblichen Privatinvestitionen nicht ersichtlich. Stattdessen wurden seitens Rheinschifffahrtsdirektion (RSD) langfristige privatwirtschaftliche Mietverträge für Wasserflächen vereinbart. 2016 beantragte Regioboot nach Gesetz über die Information und Datenschutz (IDG) §25 Vertragseinsicht. Die Allmendverwaltung (AV) verwies auf Zuständigkeit der Schweizerischen Rheinhäfen (SRH), die SRH verweigerte mit Verfügung die Offenlegung und das Präsidialdepartement spielte den Ball an die AV ohne Ergebnis zurück.

Für Allmendnutzung existieren seit langem Gesetze und Verordnungen. Der Rhein in BS ist Allmend; er ist seit der Hafenordnung zwischen Dreirosenbrücke und Landesgrenze auf 2300m Länge und 50m Breite auch Hafengebiet; unter SRH Staatvertrag (2006) wurde dieser Allmendteil trotz parzellenscharfem Zonenplan zum marktwirtschaftlichen Bereich  mit vertraulichen Geschäftsbeziehungen. Kleinschifffahrt gehörte nicht zum Zweck, Kompetenzbereich und Kerngeschäft der früheren Rheinschifffahrtsdirektion (RSD). Gleiches gilt für die  Nachfolgeorganisation Schweizerische Rheinhäfen (SRH).

Die Regioport AG hat als grösster Liegeplatzanbieter für Kleinschiffe in BS ihren Gewerbestandort auf Allmend gewählt; sie nahm für sich eine exklusive private Wirtschaftssphäre mit Verweis auf privatwirtschaftlichen vertraulichen Vertrag ohne Offenlegung der Konditionen in Anspruch. Die Regioport AG ist im Bau- und Vermietungswesen erfahren; es lag in ihrer Kompetenz bei Vertragsabschluss mit der RSD statt unechter eine echte Verlängerungsoption (BGE 4C.152/2004 /lma) mit definierten Mietkonditionen zu vereinbaren. Das Versäumnis lässt legitime Willkür zu, die Regioport AG selbst in dreister Form belegbar praktiziert. Der Regioboot Verein ist auf Grund inkompatibler Bedingungen seit Mai 2015 im Regioport nicht mehr engagiert.

Die Aussage des Regioport Eigentümers, der Hafen sei eigentlich eine „Freizeitanlage wie ein schwimmender Schrebergarten“ bedient sich eines Vergleiches, der den tatsächlichen Sachverhalt kaschiert. Schrebergärten sind vereinsgeführte Kleingärtenanlagen, die mit Statuten, in BS öffentlicher Familiengartenordnung einen sozialen Zweck erfüllen. Der Regioport ist nicht vereinsgeführt. Die AG vermietet Liegeplätze einem Parkhaus gleich.

Regioboot plädiert dafür, dass die wachsende Kulturstadt Basel als Tor zur EU/CH mit einem bedeutenden Grossschifffahrtshafen an internationaler Wasserstrasse einer ökologisch akzeptablen Kleinschifffahrt Gast- und Dauerliegeplätze auf Allmend zu fairen, der Öffentlichkeit transparenten Konditionen bietet. Kommerzielles, kommunales und vereinsgeführtes Engagement unterscheidet sich durch Motivation, Qualität, Preis und Akzeptanz des Angebotes. Die Mehrheit der Kleinschiffhäfen am Rhein und seiner Peripherie ist gemeinnützig organisiert und deshalb kostengünstig. Sofern Kleinschifffahrer Alternativen haben, wählen sie das Milieu welches zu ihren Wertvorstellungen passt. Die Bootsimmatrikulationen BS sind seit Jahren gegenüber dem Bundestrend rückläufig.

Im Kantonale Richtplan war bis zur Revision 2018 zu lesen: Kleinschiffinfrastrukturen sind soweit wie möglich zu reduzieren. Die AV liess 2017/2018 trotz Warteliste einige Bojenliegeplätze unvermietet. Die SRH teilten 2016 dem Regioboot Verein in einer Besprechung mit, dass im bestehenden Hafenperimeter keine weiteren Flächen für Kleinschifffahrt zur Verfügung stünden. Nun steht im Raum, dass für die kommerzielle Regioport AG Alternativflächen im Rhein unterhalb der Dreirosenbrücke möglich seien.

Vertraulichkeit bei Verträgen über verpachtete Privatflächen ist selbstverständlich, nicht jedoch bei Allmendflächen, die in ihrer Zweckbestimmung gemeinnütziger, nicht primär finanzieller Optimierung zu dienen haben. Bei langfristiger kommerzieller Nutzung öffentlich gewidmeter Flächen hat der Bürger Anspruch auf Transparenz und Public Value. Fehlentwicklungen sind bei Verhandlung von Verlängerungsoptionen zu bereinigen.

Wir schlagen vor, Bedingungen und Kapazitäten für Kleinschiff-Infrastrukturen im öffentlichen Raum zur Erhaltung und Entwicklung eines attraktiven Lebensraums qualitativ und quantitativ unter Einbezug der Interessengruppen zu ermitteln und öffentlich einsehbar zu regeln. Wir möchten nicht, dass unter lex specialis (SRH Rheinhafenvertrag) das NöRG ausgehebelt wird und langfristige vertrauliche privatwirtschaftliche Verträge bei Allmendnutzung einen diskreten Weg der Etablierung finden, der sonst nicht möglich wäre.

Altruismus hat in Basel Tradition. Wir empfehlen Worten Taten folgen zu lassen und aus dem Kleinschiffhafen Regioport tatsächlich eine „Freizeitanlage mit den Attributen eines schwimmender Schrebergarten“ zu machen. Angebot, Betriebsform und soziales Engagement passen weit besser zur Allmend und fördern Basels Image.

Einladung zum Neujahrsapéro 06.01.2019 15:00h

Einladung Neujahrsapéro 2019; Hintergrundmotiv 8 Platten Snacks
Einladung Neujahrsapéro 2019

Einladung zum Neujahrsapéro 2019 bei Katharina Haldimann, Maulbeerstrasse 47/3, 4058 Basel
Der Verein offeriert Mitgliedern und Freunden des Vereins einen Apéro riche für Engagement und Verbundenheit.

Anmeldung bis 02. Januar 2019
Natel: 079 215 78 71, E-Mail: info@regioboot.ch

Wir entbieten Euch zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr 2019 die allerbesten Wünsche.

Katharina & Joachim

Bericht Raclette Abend 06.12.2018

Am Raclette Abend nahmen sechs Mitglieder teil. Ein siebtes Mitglied kam später zum Dessert hinzu. Katharina sorgte zum Apéro für Glühwein, Schokitaler und Mandarinen. Wir hatten einen reich gedeckten Tisch mit einem halben Dutzend Käsesorten, zahlreichen leckeren Beilagen und schöne Dekoration. Thérèse brachte schwer beladen   einen grossen bunten Blumenstrauss, 3l Grifone,  ein 4-er Raclette Set (das nicht gebraucht wurde) sowie einen St Honoré Kuchen. Catherine spendete frischen mit Orangenlikör veredelten Fruchtsalat und Épesses. Thomas offerierte einen aromareichen Tessiner Grappa Americana. Um 23.00h gingen die letzten Gäste. Finanzierung aus Vereinskasse.  Aussentemperatur 9°C.

Bericht Uni Basel mgu Grundelteam Wissenschafts apéro 28.11.2018

Am 28.11.2018 berichte das mgu Grundelteam der Uni Basel unter Leitung von Prof. Patricia Holm über den Forschungsstand bei invasiven Schwarzmeergrundeln, deren Ausbreitung durch die Vernetzung der Grossschifffahrtswege begünstigt wurde und nun rheinaufwärts in die Innerschweizer Gewässer verhindert werden soll.

Programm

Die explosionsartige Vermehrung der gefrässigen Grundeln hatte im Berichtszeitraum 2012-2018 im Jahr 2016 im Rheinhafen Basel Kleinhünigen ihren Peak. 2017 war der Grundelfang etwas und 2018 deutlich rückläufig. Die Zählstatistik über wenige Jahre ist für einen verlässlichen Trend zu kurz.

Grundelfang

Bei einigen Tieren wurden Hautläsionen festgestellt. Unklar ist ob dies Symptom einer populationsdezimierenden Krankheit ist.

Karen Bussman: Überleben Grundeleier

Grundeleier können 48h im Trockenen überleben. Boote müssen deshalb gereinigt und ausreichend lange vor Einwässerung in Fremdgewässer getrocknet werden. 9 Sportboote – darunter die „Syra“ – wurden in 2018 auf Grundeleier  untersucht. An keinem Boot wurde Eibesatz festgestellt, stattdessen andere Neozoen wie Flohkrebs und Zebramuschel. 2019 sollen weitere Boote untersucht werden. Die Erkenntnisse sind in einem überarbeiteten Merkblatt für Bootsbesitzer eingeflossen.

Im Strömungskanal wurde festgestellt, dass Grundeln, die keine Fischblase haben, schlechte bodennahe Schwimmer sind. Fliessgeschwindigkeit und spezifische mechanische Barrieren könnten eine selektive Hürde bilden. Die Anpassungsfähigkeit an schwierige Bedingungen darf nicht unterschätzt werden. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG) des Karlsruhe Institut of Technology (KIT) werden im Labor in einer nachgebauten Fischtreppe grundelspezifische Sperren erprobt. 2019 soll die Sperre in einem Feldversuch in bereits grundelbesiedelten Gewässerabschnitten getestet werden.

Philipp Hirsch: Grundelsperre

Die nötige Durchgängigkeit für diadrome Fische wie Aal und Lachs auf ihrer Wanderung zur Vollendung ihres Lebenszyklus ist ein noch ungelöster Zielkonflikt. Die im Gewässerschutzgesetz verankerte Fischgängigkeit hat höheren Stellenwert.

Einerseits wurde mit DNA-basierten Tests der Mageninhalte nachgewiesen, dass Grundeln Laich und Larven einheimischer Fische wie Nasen und Barben fressen, andererseits ist bekannt, dass die weitgehend parasitenfreien Grundeln für Kormorane, Zander und Hecht leichte Beute sind und deren Population je nach Beuteangebot ebenfalls stark zunehmen kann.

Institutionen, Verbände und Behörden haben eine Grundelstrategie und operative Massnahmen mit dem Ziel eines Ausbreitungsstops entwickelt.

Die 64 Teilnehmer – darunter 5 Regioböötler – konnten ihre persönliche Lageeinschätzung zum Schluss der Vorträge dem Forschungsteam auf einem anonymen Feedback-Kärtchen mitteilen und beim Apéro weiterdiskutieren.