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Bericht Neujahrsapéro 06.01.2019

Mit dem Neujahrs-Apèro dankt der Verein den Mitgliedern traditionell für ihr Engagement und Freunden des Vereins für ihre Verbundenheit.
Katharina bewies Organisationstalent mit kleinem Budget einen Augen- und Gaumenschmaus zu kreieren. 12:00h -14:45h Anrichten der Köstlichkeiten. 15:00h – 01:20h Genuss und Plauderei über eine Vielzahl Themen. Herzlicher Dank den 8 Teilnehmern für die Stimmung, die sie erzeugten. Wetter nasskalt, 4°C.

SRH fordern höhere Miete vom Regioport – Wie gehen die Regioböötler damit um?

In Beantwortung zu Anfragen zur Betroffenheit und Reaktion anlässlich nachfolgender Presseartikel:

Wir wünschen den sachlich Beteiligten zum Neujahr 2019 Weitsicht und Augenmass und allen Betroffenen genügend Zeit für eigene Dispositionen. Liegeplätze sind nicht nur im Raum Basel rar. Massenexodus und alternative Geschäftsstandorte sind keine realistischen Optionen. Kleinschifffahrt in Basel Stadt (BS) orientiert sich an den Verhältnissen im Einzugsbereich des Rheines und nicht an Innerschweizer Konditionen.

Die Kleinschiffhäfen in BS bestehen seit ca. 25 Jahren als private Infrastrukturen auf Allmend im Hafengebiet. Wesentliche Teile ihrer Konstruktionen sind im Rheinbett fest eingerammt und daher keine Fahrnis. Der Bau und Betrieb hätte nach Allmendgesetz (1927) §15 ff jeweils einen Verleihungsbeschluss erfordert; den gibt es aber nicht. Ein eingetragenes Baurecht auf Allmend ist für die erheblichen Privatinvestitionen nicht ersichtlich. Stattdessen wurden seitens RSD langfristige privatwirtschaftliche Mietverträgen für Wasserflächen vereinbart. 2016 beantragte Regioboot IDG Vertragseinsicht. Die Allmendverwaltung (AV) verwies auf Zuständigkeit der SRH, die SRH verweigerte mit Verfügung die Offenlegung und das Präsidialdepartement spielte den Ball an die AV ohne Ergebnis zurück.

Für Allmendnutzung existieren seit langem Gesetze und Verordnungen. Der Rhein in BS ist Allmend; er ist seit der Hafenordnung zwischen Dreirosenbrücke und Landesgrenze auf 2300m Länge und 50m Breite auch Hafengebiet; unter SRH Staatvertrag (2006) wurde dieser Allmendteil trotz parzellenscharfem Zonenplan zum privatwirtschaftlichen Wirtschaftsraum mit vertraulichen Geschäftsbeziehungen. Kleinschifffahrt gehörte nicht zum Zweck, Kompetenzbereich und Kerngeschäft der früheren Rheinschifffahrtsdirektion (RSD). Gleiches gilt für die  Nachfolgeorganisation Schweizerische Rheinhäfen (SRH).

Die Regioport AG hat als grösster Liegeplatzanbieter für Kleinschiffe in BS den Gewerbestandort Allmend gewählt; sie nahm für sich eine exklusive private Wirtschaftssphäre mit Verweis auf privatwirtschaftlichen vertraulichen Vertrag ohne Offenlegung der Konditionen in Anspruch. Die Regioport AG ist im Bau- und Vermietungswesen erfahren; es lag in ihrer Kompetenz bei Vertragsabschluss mit der RSD statt unechter eine echte Verlängerungsoption (BGE 4C.152/2004 /lma) mit definierten Mietkonditionen zu vereinbaren. Dies lässt legitime Willkür zu, die Regioport AG selbst in dreister Form belegbar praktiziert. Der Regioboot Verein ist auf Grund inkompatibler Bedingungen seit Mai 2015 im Regioport nicht mehr engagiert.

Die Aussage des Regioport Eigentümers, der Hafen sei eigentlich eine „Freizeitanlage wie ein schwimmender Schrebergarten“ bedient sich eines Vergleiches, der den tatsächlichen Sachverhalt kaschiert. Schrebergärten sind vereinsgeführte Kleingärtenanlagen, die mit Statuten, in BS öffentlicher Familiengartenordnung einen sozialen Zweck erfüllen. Der Regioport ist nicht vereinsgeführt. Die AG vermietet Liegeplätze einem Parkhaus gleich.

Regioboot plädiert dafür, dass die wachsende Kulturstadt Basel als Tor zur EU/CH mit einem bedeutenden Grossschifffahrtshafen an internationaler Wasserstrasse einer ökologisch akzeptablen Kleinschifffahrt Gast- und Dauerliegeplätze auf Allmend zu fairen, der Öffentlichkeit transparenten Konditionen bietet. Kommerzielles, kommunales und vereinsgeführtes Engagement unterscheidet sich durch Motivation, Qualität, Preis und Akzeptanz des Angebotes. Die Mehrheit der Kleinschiffhäfen am Rhein und seiner Peripherie ist gemeinnützig organisiert und deshalb kostengünstig. Sofern Kleinschifffahrer Alternativen haben, wählen sie das Milieu welches zu ihren Wertvorstellungen passt. Die Bootsimmatrikulationen BS sind seit Jahren gegenüber dem Bundestrend rückläufig.

Im Kantonale Richtplan war bis zur Revision 2018 zu lesen: Kleinschiffinfrastrukturen sind soweit wie möglich zu reduzieren. Die AV liess 2017/2018 trotz Warteliste einige Bojenliegeplätze unvermietet. Die SRH teilten 2016 dem Regioboot Verein in einer Besprechung mit, dass im bestehenden Hafenperimeter keine weiteren Flächen für Kleinschifffahrt zur Verfügung stünden. Nun steht im Raum, dass für die kommerzielle Regioport AG Alternativflächen im Rhein unterhalb der Dreirosenbrücke möglich seien.

Vertraulichkeit bei Verträgen über verpachtete Privatflächen ist selbstverständlich, nicht jedoch bei Allmendflächen, die in ihrer Zweckbestimmung gemeinnütziger, nicht primär finanzieller Optimierung zu dienen haben. Bei langfristiger kommerzieller Nutzung öffentlich gewidmeter Flächen hat der Bürger Anspruch auf Transparenz und Public Value. Fehlentwicklungen sind bei Verhandlung von Verlängerungsoptionen zu bereinigen.

Wir schlagen vor, Bedingungen und Kapazitäten für Kleinschiff-Infrastrukturen im öffentlichen Raum zur Erhaltung und Entwicklung eines attraktiven Lebensraums qualitativ und quantitativ unter Einbezug der Interessengruppen zu ermitteln und öffentlich einsehbar zu regeln. Wir möchten nicht, dass unter lex specialis (SRH Rheinhafenvertrag) das NöRG ausgehebelt wird und langfristige vertrauliche privatwirtschaftliche Verträge bei Allmendnutzung einen diskreten Weg der Etablierung finden, der sonst nicht möglich wäre.

Altruismus hat in Basel Tradition. Wir empfehlen Worten Taten folgen zu lassen und aus dem Kleinschiffhafen Regioport tatsächlich eine „Freizeitanlage mit den Attributen eines schwimmender Schrebergarten“ zu machen. Angebot, Betriebsform und soziales Engagement passen weit besser zur Allmend und fördern Basels Image.

Bericht Raclette Abend 06.12.2018

An der Raclette Runde am Nikolausabend bei Katharina nahmen sechs Mitglieder teil. Ein siebtes kam später zum Dessert hinzu. Katharina sorgte zum Apéro für Glühwein, Schokitaler und Mandarinen, einen reich gedeckten Tisch mit einem halben Dutzend Käsesorten, zahlreichen leckeren Beilagen und schöne Dekoration, Thérèse brachte schwer beladen einen grossen bunten Blumenstrauss, 3l Grifone,  ein 4-er Raclette Set (das nicht gebraucht wurde) sowie einen St Honoré Kuchen. Catherine spendete frischen mit Orangenlikör veredelten Fruchtsalat und Épesses, Thomas einen aromareichen Tessiner Grappa Americana. Um 23.00h gingen die letzten Gäste. Finanzierung aus Vereinskasse.  Aussentemperatur 9°C.

Bericht Uni Basel mgu Grundelteam Wissenschafts apéro 28.11.2018

Am 28.11.2018 berichte das mgu Grundelteam der Uni Basel unter Leitung von Prof. Patricia Holm über den Forschungsstand bei invasiven Schwarzmeergrundeln, deren Ausbreitung durch die Vernetzung der Grossschifffahrtswege begünstigt wurde und nun rheinaufwärts in die Innerschweizer Gewässer verhindert werden soll.

Programm

Die explosionsartige Vermehrung der gefrässigen Grundeln hatte im Berichtszeitraum 2012-2018 im Jahr 2016 im Rheinhafen Basel Kleinhünigen ihren Peak. 2017 war der Grundelfang etwas und 2018 deutlich rückläufig. Die Zählstatistik über wenige Jahre ist für einen verlässlichen Trend zu kurz.

Grundelfang

Bei einigen Tieren wurden Hautläsionen festgestellt. Unklar ist ob dies Symptom einer populationsdezimierenden Krankheit ist.

Karen Bussman: Überleben Grundeleier

Grundeleier können 48h im Trockenen überleben. Boote müssen deshalb gereinigt und ausreichend lange vor Einwässerung in Fremdgewässer getrocknet werden. 9 Sportboote – darunter die „Syra“ – wurden in 2018 auf Grundeleier  untersucht. An keinem Boot wurde Eibesatz festgestellt, stattdessen andere Neozoen wie Flohkrebs und Zebramuschel. 2019 sollen weitere Boote untersucht werden. Die Erkenntnisse sind in einem überarbeiteten Merkblatt für Bootsbesitzer eingeflossen.

Im Strömungskanal wurde festgestellt, dass Grundeln, die keine Fischblase haben, schlechte bodennahe Schwimmer sind. Fliessgeschwindigkeit und spezifische mechanische Barrieren könnten eine selektive Hürde bilden. Die Anpassungsfähigkeit an schwierige Bedingungen darf nicht unterschätzt werden. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG) des Karlsruhe Institut of Technology (KIT) werden im Labor in einer nachgebauten Fischtreppe grundelspezifische Sperren erprobt. 2019 soll die Sperre in einem Feldversuch in bereits grundelbesiedelten Gewässerabschnitten getestet werden.

Philipp Hirsch: Grundelsperre

Die nötige Durchgängigkeit für diadrome Fische wie Aal und Lachs auf ihrer Wanderung zur Vollendung ihres Lebenszyklus ist ein noch ungelöster Zielkonflikt. Die im Gewässerschutzgesetz verankerte Fischgängigkeit hat höheren Stellenwert.

Einerseits wurde mit DNA-basierten Tests der Mageninhalte nachgewiesen, dass Grundeln Laich und Larven einheimischer Fische wie Nasen und Barben fressen, andererseits ist bekannt, dass die weitgehend parasitenfreien Grundeln für Kormorane, Zander und Hecht leichte Beute sind und deren Population je nach Beuteangebot ebenfalls stark zunehmen kann.

Institutionen, Verbände und Behörden haben eine Grundelstrategie und operative Massnahmen mit dem Ziel eines Ausbreitungsstops entwickelt.

Die 64 Teilnehmer – darunter 5 Regioböötler – konnten ihre persönliche Lageeinschätzung zum Schluss der Vorträge dem Forschungsteam auf einem anonymen Feedback-Kärtchen mitteilen und beim Apéro weiterdiskutieren.

Bericht Rheinländer StrassenFest 2018

Vorbereitungstreffen 17.05.18. Motto: Usestuehlete – spontane Aktivitäten sind willkommen. Antrag an AV 25.05. Bewilligung AV 02.07.2018. 2 Wochen vor dem Fest stellt das TBA Parkverbotsschilder auf Elefantenfüssen und deponiert Absperrgitter. Sonntag vor dem Fest wird das Banner zwischen den Häusern gespannt. Die Kontrolliste der Parkierenden datiert 26.08. Am 31.08. stopfen wir den Partykühlschrank unserer Nachbarn im Keller voll.

Das Wetter kühlt die Tage zuvor von 35° auf 13°C mit Dauerregen am 31.08. ab. 01.09. bedeckt, 8:00-08:30h + 18:00-18:30h Regen. 21°C am Tag, 20:00-24:00h Abfall auf 16°C, Wind ONO, 1-2 Bft

07:30h wird frech ein bereits geräumter Parkplatz vor Haus 7 wieder belegt. Pünktlich 08:00h stellen Polizisten die beleuchteten Absperrgitter. Noch stehen 4 PKW. Die Polizei nimmt Kontakt mit den Haltern auf. 09:30h verschwindet das letzte Auto aus der Begegnungszone. Abschleppen ist unnötig. Wir sind froh. Die Zeit bis 12:00h reicht knapp für Aufbau des Wurfspiels im Vorgarten und für die Installation von Max‘ Minibaiz. Hierzu gibt’s als freundlicher Auftakt Trauben und Gebäck aus der Nachbarschaft.

12:00-13:30h trudeln die angemeldeten Gäste zum Mittag ein. Thérèse schmückt das Zelt mit einem Rosenstrauss. Während des Apéros schmort der Gratin im Ofen. Zum Mittagstisch kommen 16 Personen. Vegetarier bringen mit was sie mögen. Kater Max  ist bei allem stets dabei und begrüsst schmusend die Gäste.

Lúcio Duval reist aus Luzern an und spielt 14:00-17:00h auf seiner Akustikgitarre brasilianische Volksmusik und Classic Rock aus den 70-ern wie zum Gartenplausch 1. August in Max‘ Minibaiz.

15:00-17:00h wachsen nach Lust und Laune improvisierte herzig dekorierte Installationen wie Pilze, die bis 22:00h von Kindern betrieben werden. Selbstgemachtes Eis findet reissenden Absatz. Der Pizzastand stösst auf Appetit. Der Crêpes Stand wirbt mit romantischer Beleuchtung, der Sirup Stand bietet zusätzlich Entenangeln mit Naschereien für geschicktes Hakeln. Vor dem Lokal locken Hefetierchen zum Verspeisen. Gleich daneben Haarschmuck und Armbänder zum erschwinglichen Preis. Das Büchsenwerfen fordert heraus. Die Rutschbahn vom Baustellenpodest wird gern genutzt. Die kuscheligen Plätze der versteckte Chill-Ecke unterm Vorgartenbaum mit Kerzen und Free WIFI sind lässig belegt. Die regensichere Bar im  Lokal ist selbstverständlich auch in Betrieb. Dazu diverse Strassenspiele und so manche Bobbycar Probefahrt.

17:00-20:00h traditionelle ohrenbetäubende Bobby Car Rallye. Trotz des Regenschauers ungebrochener Rallye Enthusiasmus im Regenoutfit und Gummistiefel. Petrus nimmt Rücksicht und schliesst die Schleusen. Auf 2 Holzkohlengrill kann jeder sein mitgebrachtes Abendessen brutzeln und gemeinsam mit den Nachbarn auf der Strasse speisen.

20:00-22:00h 6 passionierte Musiker bieten altruistisch dem 60 Personen Publikum ein unentgeltliches stimmungsvolles Abendkonzert.

24:00h Die Strasse ist geräumt und wieder offen. Wir danken allen Aktiven und Gästen für die Stimmung, die sie erzeugten.

Bericht Besichtigung Centrale K 22.08.2018

Die Veranstaltung ist eine Ergänzung der Besichtigungen des Kraftwerks Kembs & Schleusen 20.06.2017 und der renaturierten Rheininsel 10.09.2017. Die organisatorische Vorbereitung begann 13.03.2018 mit Kontaktaufnahme zu dpih-upest-visites-hydro@edf.fr, Terminabstimmung sowie Ankündigung 29.05.2018.

21 Personen aus A, CH, D und F meldeten sich zur Besichtigung an, 13 nahmen an der Führung und 16 an Apéro & Barbecue auf dem von der Stadt Weil sehr gepflegten Picknickplatz am Stauwehr teil.

12:30h-14:00h: Anfahrt mit 2 Autos, Zeltaufbau mit 3 Personen

14:00h-16:00h: Mme Marie Petit, EDF, bietet 13 Personen Einblick in Geschichte, Technik, Organisation, Ökologie und ökonomische Bedeutung der Anlagen.

Die Führung im Aussenraum bei > 40°C (Meteo Basel 34°C) auf dem schattenlosen Betriebsgelände und in Nähe der Wärme abstrahlenden Betonkonstruktion wird in vorgeschriebener Kleiderordnung mit obligatorischer Sicherheitsausstattung zur körperlichen Herausforderung. Bei sengender Hitze denkt mancher beim Blick auf die sprudelnde Fischtreppe an ein erfrischendes Bad im kühlen Wasser. Die von Mme Marie Petit mitgebrachten 2 Mineralwasserflaschen und Becher finden dankbare Abnehmer.

Das nahezu wartungsfreie Laufwasserkraftwerk Centrale K wird zusammen mit allen Wasserkraftwerken am Oberrhein durch 46 Mitarbeiter, davon 6 in Kembs für den 24h Schleusenbetrieb, ferngesteuert.

Erklärt wird der Verlauf der 7m3/s Wasserspeisung für „le petit-Rhin“ auf der Rheininsel, die 2 Fischpässe mit Lockstrom für den Fischaufstieg vom le petit-Rhin sowie vom Restrhein, den Fischabstieg, die Einlaufrechen mit 20mm Abstand zum Schutz der Fische und Turbinen, die automatische Rechenreinigungsmaschine mit Greifer für Treibholz und Harke für kleineres Treibgut.

K steht als multiple Initiale für Rene Köchlin, Initiator und Projektverfasser des Canal d‘Alsace, das deutsche Wort Kraft sowie Kembs; für die Abzweigung zum Restrhein und dem 05.06.2015 eingeweihten renaturierten Fluss auf der Rheininsel.

Der helle Innenraum des Gebäudes ist kühl und wirkt nahezu leer. Auf Eingangsniveau kann man wie auf einer Brücke den Raum durchqueren. Ca. 5m tiefer sind mit Platten die 2 horizontalliegenden Kaplan S-Turbinen abgedeckt. Unter der Decke ist auf Wandkonsolen und Schienen eine Kranbrücke mit 30t Tragkraft installiert. Zwischen den Turbinenschächten liegt ein Treppenhaus. Die Turbinen- und Generatorentechnik erschliesst sich dem Besucher nur durch Studium der aufgehängten Schnitte und Grundrisse in einem Nebenraum.

16:00h-17:00h: Apéro, alle sind nach der Führung durstig.

17:00h-20:00h: Barbecue mit Schweinefilet & Hähnchenbrust, Kartoffel- & Nudelsalat.

20:05h-20:08h: plötzlich starke Windböen. Das Zelt muss zur Rettung an allen 6 Stützen gehalten und gemeinsam zusammengefaltet werden. Das Picknick findet für alle eindrücklich in 3 Minuten ein abruptes Ende.

20:15h-21:30h Ausklang mit 7 Personen im Gasthaus zum Stauwehr.

Der Regioboot Verein dankt der EDF, Justine Peduzzi für die Organisation, Madame Marie Petit für die professionelle Führung, allen Teilnehmern für die gute Stimmung, die sie erzeugten sowie Thérèse und Hans-Jürgen für die im Gasthaus zum Stauwehr gespendeten Getränke ganz herzlich.

Bericht Gartenplausch zum 1. August 2018 mit Lúcio Duval

Die Tage vor dem Event 35°C. 24.-29. Juli werden Einkäufe gemacht und die Ausstattung herangeschafft. 30.07. sind 13 Personen angemeldet. Wir dürfen den Partykühlschrank in Nachbars Keller voll stopfen. Wetterprognose 1. August 2018: heiss. 17:00h 55% Chance auf 1mm/h Regen.

Am Vorabend werden 4.5kg Schweinebraten mariniert und 3 Becher Dipp pikant abgeschmeckt.
10:00h–13:00h bauen Göran + Joachim die Einrichtung im Garten auf. Das weisse Faltzelt 3x6m steht in 10min; Tischgarnituren, Grill, Beleuchtung, Kühlboxfüllung und Dekoration brauchen 2.5h. Katharina bereitet derweil 2 Platten Gemüse Snacks, 4.5kg Kartoffelgratin, 2 Apfelkuchen.

13:15h–14:30h trudeln unsere Gäste zum Apéro in Etappen ein.
14:30h werden die Braten auf die Grillspiesse gesteckt. Die zentrische Durchdringung von 30cm Rollbraten will nicht gelingen. Eine spürbare Unwucht bleibt. Die Hände sind mit Senf beschmiert und glitschig. 14:45h werden die Gasgrills in Betrieb genommen.

2 Batteriemotoren surren und ruckeln kläglich unter der Last. Nach ein paar Drehungen rien ne va plus. Liegt‘s an den Batterien? Der Batterieaustausch aus älterem Vorrat wird zur Enttäuschung. Kein Zucken, kein Wank; neue Batterien sind nicht zur Hand. Die Logistik steht unter Kritik. Die Rollbraten müssen alle paar Minuten von Hand gedreht werden. Nun denn… das Gas sollte zumindest reichen.

Wir haben zum Gartenfest am Nationalfeiertag Überraschungsgäste. 14:55h trifft Lúcio Duval mit seiner Frau und 2 Kindern ein. Lúcio ist talentierter brasilianischer Musiklehrer und Arrangeur aus der Hafenstadt Macaé im Bundestaat Rio de Janeiro. Katharina & Joachim haben sein virtuoses Gitarrenspiel zuvor gehört, sind begeistert und haben die Familie mit Chance auf ein Akustik-Live-Solo zum Gartenfest eingeladen. Die Teilnahmezusage hat uns sehr gefreut. Für den Regioboot-Verein ein unbezahlbares transkontinentales Kulturgeschenk.

15:10h werden als Vorspeise gekühlte Melonenschiffchen mit Schinkenfracht serviert. Wir überlassen Lúcio wann und was er spielen möchte; er erhält als Bühne lediglich einen Küchenstuhl.
Die Dalmatinerhündin aus dem Nachbarhaus nimmt schon mal Platz. Katze Syra lässt sich blicken und schmeisst sich ins trockene Gras. Kater Max lässt sich von Kinderhand flattieren. Die Vierbeiner spüren offenbar mit 6. Sinn Heat of the Moment!

Lúcio bringt ein Repertoire mit, das von seinen brasilianischen Wurzeln bis hin zu grossartigen Rockklassikern der 60er und 70er Jahre reicht. Der erste Teil seines Soloauftritts ist der brasilianischen Musik gewidmet, der von Choro, Bossa Nova und Afro-Samba repräsentiert wird. Es ist die Musik von Komponisten wie João Pernambuco (1883-1947), Antônio Carlos Jobim (1927-1994) und Baden Powell de Aquino (1937-2000). Unsere Nachbarn werden bei dieser Performance hellhörig.

17:30h sind die Braten knusprig und der Kartoffelgratin kommt im perfekten Timing aus dem Backofen. Alles wird weggeputzt.

18:30h lauschen wir mit brasilianischem Akzent Mani Matter‘s (1936-1972) „Dr Alpeflug“ und „Dr Sidi Abdel Assar vo El Hama“. Wir sind mit vollem Bauch nun In the Mood den zweiten Teil der Darbietung – die Rockklassiker – zu geniessen. Die Songs sind allesamt Ohrwürmer – Jugenderinnerungen zum Mitsingen. Von den Beatles bis Deep Purple. Nebenher wird mit den Kindern ganz locker Boule gespielt.

Die Arrangements sind für eine Solo-Gitarre mit leicht brasilianischem Flair geschaffen, die dem alten Rock, der so viele und gute Erinnerungen mit sich bringt, eine neue Note verleiht. Die Darbietung ist das Ergebnis zahlreicher Erlebnisse und Erfahrungen, die in den Straßen von Rio de Janeiro, Lissabon, Porto und Basel gesammelt wurden.

Zum Dessert gibt’s passend zum tropischen Klima Maracuja Eis mit frischer Ananas. Christoph offeriert gekühlten Merlot in Boccalinos und spendet obendrein in bar. 20:30h-21:30h gibt’s Kaffee und Apfelkuchen mit Früchten von Paplo’s Baum. 21:30h verlegt die Festgemeinschaft auf die Strasse um das von Thérèse und Kurt gesponserte Feuerwerk von Kinderhand zu entfachen. 22:00h ist Zapfenstreich; die ersten Regentropfen fallen. Abbau mit Görans Hilfe bis 24:00h.

Wir danken allen Teilnehmern für die Stimmung, die sie erzeugten.